Bonn-Tannenbusch ist für manche Leute ein Paradies, da hier so viele Ausländer friedlich miteinander leben. So freidlich ist es hier aber nicht, wie so manch einer denkt. Wer bei Google nach Tannenbusch sucht, wird man schnell fündig. Ein anderes Problem ist hingegen nicht so bekannt: das Müll-Problem von Bonn-Tannenbusch. Ich habe schon viele Ländern in Europa gesehen, aber ich muss sagen: ich habe bisher nur eine Region in Europa gesehen, wo es schlimmer aussieht als hier: in Albanien.

Auf diesen 2 Seiten (angelegt im September 2020; alle 100 Fotos vom Sept. 2020) will ich zeigen, dass die Stadt Bonn das Müllproblem nicht im Griff hat. Bonn-Tannenbusch ist sehr vermüllt und damit das nicht ewig so bleibt, will ich hiermit auf das Problem aufmerksam machen. Es ist nicht meine erste Aktion und vorherige Aktionen hatten durchaus was gebracht. Die Stadt Bonn tut schon viel, aber die Einwohner hier... Es macht mich z.B. wütend, wenn ich sehe, wie manche hier mit Nextbikes und E-Rollern umgehen. Habe allerdings nur eine Person auf einem manipulierten Nextbike gesehen: einen jungen Schwarzafrikaner.

Der Stadt Bonn ist das Müllproblem durchaus bekannt und sie versucht es auch mit typisch kapitalistischen Methoden zu lösen, scheitert damit aber weiterhin. Die Methoden sind diese: die Straßen und Gehwege ab und zu säubern und die Strafen für Müllsünder erhöhen. Neuerdings schaltet die Stadt Bonn auch Plakate für mehr Sauberkeit. Auch gibt es eine Webseite, wo man wilde Müllkippen melden kann. Alles kapitalistische Methoden, um das Problem mit Geld zu lösen. Der Erfolg hält sich aber in Grenzen, da abseits der Wege in der Regel nur größere Müllansammlungen von Bonn orange berücksichtigt werden.

Eine Alternative wäre allerdings eine sozialistische Methode. Im Sozialismus würde man das Problem bei der Wurzel packen und nicht nur die Auswirkungen bekämpfen. Die Ursache für die Vermüllung ist bekannt: es sind hauptsächlich Kinder, Jugendliche und junge Leute, die ihren Müll einfach überall hin schmeißen. Die Erziehung dieser Jugendlichen ist gescheitert. Die sozialistische Methode würde hier ansetzen. Man müsste also in die Schulen gehen und die Kinder dazu bringen, den Ort zu säubern. Erst wenn die Kindern verstehen, dass sie ihren eigenen Müll auch wegräumen müssen, werden sie es sich überlegen, ob sie den Müll nicht doch in den Mülleimer schmeißen. Natürlich wird die Stadt Bonn dies niemals veranlassen, weshalb das Müll-Problem nie gänzlich gelöst werden wird.

Eine weitere Alternative wäre die kommumistische Methode um das Müll-Problem in Griff zu bekommen: totale Überwachung. Natürlich ist eine totale Überwachung schlecht, aber ich finde, man sollte doch mehr Videokameras hier installieren. Die Zerstörung von Nextbikes und E-Rollern ist ein Verbrechen, welches man mit Hilfe von Videokameras viel eher aufklären könnte. Auf der anderen Seite sollte man bedenken, dass die meisten Verbrechen vermutlich Nachts stattfinden. Auf den Videoaufnahmen würde man dann nur wenig erkennen.

Die Lösung könnte aber auch ganz einfach sein: deutlich mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt hier in Tannenbusch. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich hier zuletzt das Ordnungsamt gesehen habe!

Wer nun denkt, dass auch ich an der Vermüllung mitschuld bin, um gute Fotos machen zu können, der irrt. Es mag durchaus Leute geben, die mich dabei sehen, wie ich mit Müll herumhantiere, aber das ist nur mein Markenkennzeichen: ich befördere oft Müll aus dem Gebüsch auf die Gehwege, damit der viele Müll nicht nur mich, sondern auch andere Leute stört! Das mache ich in der Regel erst, nachdem ich ggf. ein Foto gemacht habe.

Nun gibt es mehrmals im Jahr sogenannte "clean up days" und ich habe auch schon mehrfach daran teilgenommen, allerdings muss ich sagen, dass sich die Beteiligung daran hier in Grenzen hält. Wer also denkt, dass die Bonner Bürger das Problem eines Tages selber in die Hand nehmen, der irrt sich. Auf der anderen Seite gibt es hier aber eine private Person (Umweltheld?), die manchmal morgens den ganzen Müll beim Teich aufsammelt. Offensichtlich stört der viele Müll also nicht nur mich. Gut so!
Übrigens: all diese Erfahrungen habe ich in meinem 2. Roman verarbeitet.

PS: zu sehen gibt es hier eine Karte (unten) mit den den vermüllten Orten und eine Galerie (weitere Seite), wo man sich alle Bilder auf einmal oder hintereinander ansehen kann. Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass Tannenbusch nur die Spitze des Eisbergeres ist...

 

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