Internationaler Museumstag 17.5.2026
An diesem Sonntag wollte ich einen Tagesausflug machen und 2 Museen und ein Event besuchen. Das war Plan A. Wie erwartet lief aber nichts wie geplant. Hier will ich also aufzeigen, dass das Deutschlandticket theoretisch eine schöne Sache ist, aber praktisch bringt es nur Ärger mit sich. Das kann ich am Beispiel dieses Tagesausflugs ganz deutlich skizieren.
Von Bonn nach Xanten wollte ich eigentlich hauptsächlich! Das Siegfriedspektakel war mein Hauptziel. Doch da man 53 Minuten in Duisburg Hbf warten musste, plante ich für Duisburg noch einen Museumsbesuch ein: das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, denn da war freier Eintritt an diesem Tag.
Problem 1: der RE 5 aus Bonn kam 15 Minuten verspätet in Duisburg an (u.a. weil er rappelvoll war). Dort musste ich dann feststellen, dass ein SEV nach Ruhrort fuhr, sodass die Fahrt satte 33 Minuten bis Ruhrort Bf dauerte. Nun gut, da ich noch Zeit hatte, machte ich das mal. Ich besuchte das große Museum und wollte dann von Ruhrort nach Moers mit dem Bus fahren, da das schneller ging, als nochmal eine halbe Stunde bis zum Hbf. zu fahren.
Problem 2: Theorie und Praxis sind unterschiedlich. Der Bus 929 um 13:45 kam am Friedichsplatz nicht. Ein anderer Wartende meinte dazu: der Bus würde wegen einer Brückverschiebung überhaupt nicht fahren. So war es ja auch, aber die DB-App und die Haltestelle wusste davon nichts!
Problem 3: der 911-Bus um 13:40 nach Moers kam übrigens auch nicht! Also wollte ich doch zurück zum Hbf., aber der Bus 917 um 14:01 von Ruhrort kam auch NICHT. Also versuchte ich es mit dem 14:10 Bus nach Moers. Der kam dann auch, aber da ich eine halbe Stunde später in Moers ankam als geplant, reichte die Zeit nicht mehr für einen Museums-Besuch. Stattdessen ging ich nur in ein enttäuschendes Café rein.
Problem 4: 15:28-15:55 Uhr wollte ich endlich nach Xanten fahren, aber der Zug kam nicht! Die DB-App wusste das nicht! Die Wartenden wussten es nicht und die Anzeige-Tafel wusste es auch NICHT! Es gab keine Ansagen! Ich wartete 30 Minuten vergeblich auf den Zug! Kurzerhand entschied ich, dass 17 Uhr in Xanten anzukommen kaum noch Sinn machen würde. Der Zug fuhr ja nur 1x pro Stunde.
Problem 5: ich fuhr dann stattdessen nicht mehr nach Xanten, sondern wieder in die Innenstadt von Moers, aber der Bus 4 hatte auch 5 Minuten Verspätung. Lächerlich wenig, also egal. So ging ich dann doch noch in Moers ins Grafschafter Museum im Moerser Schloss. Auch kostenlos am Museumstag. Danach ging ich noch in die NAZI-Ausstellung, ehe ich 17:37 per Bus 921 nach Duisburg fuhr.
Problem 6: der RE 5 nach Bonn kam zwar pünktlich, aber bis nach Bonn hatte er dann 14 Minuten Verspätung. Somit verpasste ich die U-Bahn um 20:02 Uhr.
Problem 7: die U-Bahn um 20:17 fiel natürlich aus. Nachdem ich mich vergewisstert hatte, das die Linie 16 nicht kam, fuhr ich kurze Zeit später mit dem 602er Bus zurück nach Tannenbusch und kam genau dann an, als die nächste U-Bahn ankam. Also eine halbe Stunde später als ursprünglich geplant.
Ende eines völlig verkorksten Tagesausfluges. Und wer denkt, dies sei ein Einzelfall: nein, es ist die Regen geworden! So sieht der ÖPNV heutzutage aus!
Hier noch ein paar ältere Berichte: ÖPNV-Erfahrungen 2022 und ÖPNV-Erfahrungen 2023/24/25.