Schilder Der Eingang zur Schlucht In der Schlucht In der Schlucht In der Schlucht In der Schlucht Am Ende der Schlucht

Der Weg von Sesvena (Italien) nach Sur En (unserem Ziel) ist offenbar eine berühmte Mountainbike-Strecke. Zahlreiche Biker fuhren hier jedenfalls lang. Die meisten bergauf Richtung Italien. In der Schlucht mussten die Biker aber absteigen. Einige von ihnen trugen ihr Bike. Ich fragte mich jedoch, wie diese Muskelpakete ohne viel Gepäck auskamen. Die meisten hatten nur wenig Gepäck bei sich.

Biker hin - Biker her. Hier mal ein paar Daten zur Uina-Schlucht: sie ist etwa tausend Meter lang und bis fünfhundert Meter tief. Sie ist durch einen abenteuerlichen und faszinierenden Weg in der rechten Schluchtwand versehen; da und dort sogar mit einem Tunnel versehen. Durch die Schlucht rauscht und tobt der Uinabach, der sich vor seiner Mündung bei Sur En in den Inn nochmals durch eine düstere Schlucht zwängt. Statt Worte lasse ich nun die Bilder sprechen. Bis nach Sur En läuft man noch lange an diesem Bach entlang. Unterwegs trifft man durchaus noch auf schöne Stellen, aber da die Uhr schon weit fortgeschritten war, hetzten wir durch das sehenswerte Val d´Uina. In Sur En (etwa 1420m Höhe) kamen wir kurz vor halb 17 Uhr an. Somit dauerte die Tagestour beinahme geschlagene 12 Stunden!
Mit dem letzen Bus fuhren wir dann bis nach Scuol zurück. Leider fuhr kein Bus mehr hoch zum Hof San Jon. Während ich das Zelt aufbaute, ging mein Freund zu Fuß rauf um das dort geparkte Auto zu holen...

Scuol ist dank Heil- und Thermalquellen auch als Kurort bekannt. Scuol besitzt ein sehr schönes Thermalbad. Das haben wir leider nicht besucht, aber dafür haben wir einige der zahlreichen Mineralquellen getestet. In dieser Gegend können Gase aus dem Erdinneren durch Risse und weichen Schiefer nach oben dringen, sich mit dem Grundwasser vermengen und so über 25 Mineralquellen bilden, die im Umkreis von Scuol-Vulpera-Tarasp als Heilquellen genutzt werden. Aus vielen Scuoler Brunnen sprudelt Mineralwasser, alkalische Glauber- bzw. Bittersalzquellen und Eisensäuerlinge, deren verdauungsfördernde Wirkung schon die alten Römer gekannt haben. Die öffentlichen Brunnen sind meist mit zwei Wasserhähnen ausgerüstet, aus dem einen fliesst normales Trinkwasser, aus dem anderen das kohlensäurehaltige Mineralwasser.

Am driten Tag fuhren wir über den Reschenpaß weiter zum Reschensee. Der künstliche Stausee ist 6 km lang und an den breitesten Stellen 1 km breit. Bei der Seestauung (in den 50er Jahren) wurde das gesamte Dorf Graun und ein Teil des Dorfes Reschen in den Fluten des Stausees versenkt. Heute zeugt nur noch der aus dem Reschensee ragende Kirchturm vom versunkenen Alt-Graun. Wie man sieht, ist der Turm nicht weit vom Ufer entfernt. Trotzdem ist der Turm schön anzusehen. Man kann ihn auch fast ganz umrunden.
Wir zelteten auf dem Campingplatz zwischen dem Reschensee und dem Haider See. Am vierten Tag wollten wir noch etwas auf der Haider Alm wandern. Wir fuhren mit dem Lift hoch. Ziel unserer Wanderung war zum Beispiel der grüne See. Leider erreichten wir den See nicht mehr. Nach einer dreiviertel Stunde mussten wir umkehren. Ein Gewitter hatte uns heimtückisch überrascht. Im dichten Nebel hätten wir den See eh nicht gut gesehen. So fuhren wir dann nach dem Unwetter wieder runter und machten uns dann auf den Heimweg....

Fotos: © Kurt Gusbeth & Siegfried Franz
Die spätgotische Kirche St. Georg Ein Brunnen Ein Brunnen Ein dritter Brunnen Unser Automobil Der Turm im See Auf der Haider Alm