Klippen Kirche oben auf dem Berg Edelweiß Siegfried Franz beim Turnul lui Budu si Ana? Kurt Gusbeth Beim Aufstieg
Ceahlău-Gebirge

Im August 2000 fuhren wir zu zweit mit dem Zug zum Olymp der Moldau (Munţii Ceahlău) in Rumänien. Wie auch 1998 hatten wir den Wanderführer "Rumänische Karpaten" (edition aragon Verlag) dabei. Nützliche Infos fanden wir auch im Heft "Munţii Carpaţii" Nr. 17. Diesmal starteten wir in Kronstadt. Zwei ein halb Stunden fuhren wir mit dem schnellsten Zug bis nach Gheorgheni. Erst am nächsten Tag fuhren wir mit einem Bus bis nach Bicaz. Und dann? Wir fuhren wiedereinmal per Anhalter; bis zur Cabana Izvorul Muntelui (797m). Da standen wir dann direkt vor den Bergen. Und wir hatten die Wahl: den linken oder rechten Weg nehmen? Beide führten zur Cabana Dochia (1750m).
Obwohl uns eine alte Frau den rechten Weg empfohl, wählte ich den linken Weg (das rote Band), da ich dachte, daß der schwierigere Weg der interessantere sei. Wir brauchten genau 5 Stunden für diesen - am Ende steilen - Weg. Der Weg führte durch Wälder und über Wiesen (Poiana Maicilor) vorbei an Gipfeln und Felsspitzen (Ocolaşul Mic und Ocolaşul Mare). An der schwierigsten Stelle tauchte dann plötzlich ein Hund auf. Er begleitete uns bis nach oben. Als wir oben ankamen begann es dann zu regnen. Leider gingen wir dann nicht mehr zur Wetterstation auf dem Vărful Toaca (1900m). Rauf führte eine lange Holztreppe. Wir gingen nur bis zur Holz-Kirche. Was es mit dieser Bergkirche auf sich hat erfuhren wir leider auch nicht. Nur soviel: am nächsten Tag begeneten wir beim Abstieg einigen Reisegruppen, die zur Kirche wollten. Wir übernachteten oben in der Cabana Dochia. Der Preis war für die rumänischen Turisten wohl zu hoch, den es blieb kaum einer (wenn überhaupt) über Nacht da.

3 Stunden brauchten wir für den Abstieg bis zur Cabana Fântenele. Und der Hund folgte uns mindestens eine Stunde lang, ehe er mit einer Reisegruppe wieder rauf lief. Während wir gestern kaum auf Leute stießen sah es auf diesem Weg anders aus. Der Weg führte nach Durău, wir gingen aber weiter zu Fuß bis nach Ceahlău. Mit einem Bus fuhren wir bis nach Poiana Largului. Wir wollten bis nach Lacu Roşu fahren, aber es fuhr scheinbar kein Bus. Jedenfalls fuhren wir wieder per Anhalter weiter: bis nach Bicaz. Und von dort bis nach Bicaz Chei. Es wurde immer später und das Wetter immer schlechter. Wir mussten weiter... und wir gingen zu Fuß (8-9km) bis zum Lacu Roşu mit schwerem Gepäck! 19-20 Uhr gingen wir so durch den atemberaubenden Bicaz-Klamm.
1987 waren wir hier mal auf ner Klassenfahrt mit dem Bus gewesen. Doch jetzt hatten wir keine Zeit die Schönheit dieser Gegend zu geniessen. Es wurde bald dunkel. Als wir dann 20:30 Uhr auf dem Campingplatz am Lacu Roşu (Mördersee) ankamen, fing es dann auch noch an zu regnen. Wir mussten nichts fürs zelten zahlen, da wir kein Auto hatten. Am nächsten Tag war das Wetter wieder besser und wir erkundeten den See. Wir liehen uns auch ein Boot aus. 1837 ereignete sich hier ein gewaltiger Bergrutsch, sodaß der natürliche Stausee entstand, aus dem die Stümpfe abgestorbener Fichten ragen. Natürlich gibt es auch zu diesem See ein Märchen, aber Fakt ist, daß es wegen zu vielen Regenfällen zu dieser Naturkatastrophe kam. Na ja, nach dem Mittagessen wollten wir per Anhalter zurück nach Gheorgheni. Doch wir warteten 40 Minuten vergebens, ehe dann ein Bus kam. Und so fuhren wir dann wieder zurück nach Kronstadt...


Fotos: © Kurt Gusbeth
Beim Vf. Toaca in der Nähe
Die Himmelsleiter zum Vf. Toaca Sonnenuntergang Links der Vărful Toaca Der Mördersee Bicaz-Klamm
Ceahlău-Gebirge