Von der Quelle bis zur Mündung

Die Mosel ist sehr berühmt, aber die Ahr ist in Bonn auch sehr berühmt. Sie ist zwar bei weitem nicht so lange wie die Mosel, aber dafür kann man von der Quelle bis zur Rheinmündung an einem Tag lang mit dem Fahrrad fahren. Und genau das machte ich im Sommer 2015.

Mit dem Zug kommt man bis Blankenheim (Wald), von wo es noch 5 km bis zur Ahrquelle Mitten in Blankenheim sind. Außer der Ahrquelle gibt es in Blankenheim noch einiges anderes zu entdecken: Eifelmuseum, Burg, See, schöne alte Häuser... So dauerte es bis 11 Uhr, ehe ich von der Ahrquelle losfuhr.

Ich war überrascht davon, dass der Radweg nicht an der Straße entlang ging. Er führte in den Wald hinein - weg von der Ahr. Bis nach Ahrhütte bekommt man die Ahr nicht mehr zu sehen. Halb so wild, denn die Straße bekommt man auch nicht zu sehen. Zumindest bis nach Fuchshofen. Von dort aus geht es 5 km auf der Landesstraße entlang! Auf und nicht daneben. Ein Nogo für Familien! Aber auch für diese Strecke ist noch ein richtiger Radweg in Planung. Bis dahin ist die Strecke bis Schuld eigentlich nicht der Rede wert. Bis dahin gibt es keine Highlights...

Erst ab Schuld wird die Strecke langsam interessant. Es geht immer häufiger direkt an der Ahr entlang und die Straße bekommt man kaum zu Gesicht. So muss das sein! Bis nach Ahrbrück verläuft der Radweg oft auf der alten Bahnstrecke entlang. Ab Ahrbrück trifft man dann auf die noch vorhandene Bahnstrecke. Dennoch verläuft auch dann noch der Radweg immer wieder neben den Gleisen. Der Zug fährt wohl zurecht nur noch bis nach Ahrbrück, denn die Strecke wird ab da an erst richtig interessant. Die Weinberge starten dort!

In den Weinbergen kann man gut wandern, weshalb ich schon öfter an der Ahr war. Am interessantesten ist es dort freilich im September und Oktober. Natürlich sollte man auch eine Flasche Wein oder Traubensaft mit nach Hause nehmen. Direkt neben dem Fahrradweg liegt z.B. die Weinhandlung Dagernova.

Die Highlights an der Ahr sind sicherlich Altenahr, Ahrweiler und Bad Neuenahr. Burgruinen und schöne Altstädte erwarten einen dort. Wer dort noch nicht war, sollte unbedingt eine Pause dort einplanen. Zwar kann man die gesamte Strecke an einem Tag schaffen, aber wer sich auch einiges ansehen will, sollte mehr als einen Tag lang einplanen.

Sobald man die Rheinmündung erreicht hat, kann man entweder von Remagen aus zurück fahren oder man nimmt gleich die Fähre rüber nach Linz. Gleich am nächsten Tag fuhr ich nach Linz und wanderte dort auf dem Rheinsteig. Von dort aus kann man die Rheinmündung von oben aus begutachten.

Fazit: erst ab Ahrbück ist die Strecke wirklich sehr schön und deshalb muss man nicht unbedingt in Blankenheim starten. Die Strecke ist gut beschildert, sodass ein Verfahren nicht vorkommen sollte.

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