Zakopane

Zakopane ist angeblich mit dem Bus besser erreichbar als per Zug. Deshalb fuhr ich per Bus hin. Obwohl ich kurz vor der Hauptsaison hin fuhr, fuhr alle paar Minuten ein Bus hin. Auch in Zakopane fuhren viele Busse in alle Richtungen.

Das besondere an Zakopane: viele Holz-Villen und auch einige Museen über diesen Zakopane-Stil. Auch ich hatte ein Zimmer in ner Villa reserviert. Ich kam bei Regen an und nahm mir deshalb als erstes ein Museum vor. Man sollte jedoch bedenken, dass diese Museen nicht besonders groß sind. Da war jedoch noch ein 5D-Kino mit guten Kurz-Filmen!
Es gibt aber noch andere Alternativen bei Regen-Wetter. Auch am 2. Tag regnete es nämlich. Ich wollte dann an einem Ausflug in die Slowakei (Höhle + Bad) teilnehmen. Der fiel leider aus. Aber: es gibt auch in Zakopane ein gutes Bad. Ein neues und schöneres Thermalbad findet man in Bukowina Tatrzanska (es gibt auch in Rumänien eine Bukowina)!

Eine andere Besonderheit der Tatra sind die vielen Marktstände. Souvenirs en mas. Die wahre Spezialität ist aber ein Käse: Oscypek. Es handelt sich hierbei um einen geräucherten Käse aus Kuh- und Schafsmilch. Er ist recht zäh, schmeckt aber ganz gut.
Es gibt auch noch andere Spezialitäten, die man in den vielen Restaurants findet. Eins ist schon mal klar: Zakopane ist ein Touristen-Hot-Spot. Und noch eins: überall wurde Werbung für die Milka-Alpen-Tour gemacht. Ich war dabei, als Milka in Zakopane war...

Morskie Oko

Wer zum Morskie Oko will, sollte gewarnt sein: erstens wollen sehr viele Leute dahin und zweitens muss man sehr lange bis dort hin zu Fuß gehen.
Das Wetter war an meinem 3. Tag in Zakopane nur etwas besser. Kein Regen mehr, aber die Wolken hingen immer noch tief. Dennoch fuhr ich mit dem Bus nach Polana Palenica. Ab da hat man die Wahl: über 2 Stunden zu Fuß gehen oder einen Pferdewagen nehmen und nur ca. 20 Minuten zu Fuß gehen. Da ich vor hatte, dort oben noch etwas zu wandern, nahm ich die teure Pferdekutsche für 40 Zloty. Ich sparte dadurch aber nur ca. 30 Minuten, da 2 PS für diese Strecke etwas zu wenig waren.

Als ich dann am Morskie Oko stand, war ich natürlich schon enttäuscht darüber, dass ich nur Nebel sah, aber keinen See. Jedenfalls sah man Anfangs nur ein paar Meter weit. Ich ging schnell am See entlang Richtung Czarny Staw pod Rysami. An diesem oberen See betrug die Sichtweite jedoch noch wenigere Meter. Nach einiger Zeit kam ich unvermittelt an einem großen Schneefeld an. Das wars dann. Endstation. Ich kehrte dann um.

Die Sicht wurde dann endlich von Minute zu Minute besser. So konnte ich dann doch noch beide Seen in ihrer Gänze sehen. Mich beeindruckte aber auch das saftige Grün hier oben. Zurück zur Polana fuhr ich wieder mit dem Pferdewagen. Runter für 30 Zloty. Das ging auch viel schneller.

Kasprowy Wierch

Natürlich hatte ich vor, auf dem Kasprowy Wierch richtig wandern zu gehen. Das Wetter hatte dies jedoch verhindert. An meinem letzten Tag wollte ich ja eigentlich frühzeitig nach Krakau fahren um mir dort das WM-Spiel Deutschland - England anzusehen. Das Wetter war jedoch so gut geworden, dass ich kurzzeitig entschied, mein Gepäck einzuschließen und hoch zum Kasprowy Wierch zu fahren.

Eine recht fatale Entscheidung. Ich fuhr mit dem Bus bis nach Kuźnice. Von dort aus wollte ich mit der Gondel für 42 Zloty hoch (und zurück) fahren. Es war mittlerweile fast Mittags. Und das am Sonntag. Natürlich wollten nun auch alle anderen hochfahren. Satte 2 ½ Stunden musste ich anstehen! Oben hatte ich dann natürlich nicht mehr viel Zeit zum wandern. Ich stellte jedoch fest: auf 1987 m Höhe sah es anders aus als beim Morskie Oko...

Das Fazit: ich war zwar leider nur an Touristen-Hochburgen, aber ohne Auto kann man ja auch nur dahin fahren, wohin auch die Busse fahren. Dennoch fand ich es OK in der hohen Tatra.

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