Krakau, Teil 1

Wäre der Zug doch nicht schneller gewesen? Das fragte ich mich, als ich endlich in Krakau ankam. Staus waren Schuld an der langen Busfahrt. Kein Wunder, denn nur wenige Leute fahren in Polen mit dem Zug...
Wenigstens hatte ich es nicht weit vom Bahnhof bis in mein Hostel. Das Hostel war OK, aber der Verkehrslärm störte schon. Schlimmer war noch, dass es keine Vorhänge gab. Die Sonne schien schon 5 Uhr morgens ins Zimmer.

Gleich zu Beginn kam ich jedenfalls mit einem Zimmerkollegen ins Gespräch. Es war ein Student aus Hong Kong, der ohne großen Plan durch 3 Länder reiste. Ich nahm ihn mit bei meinen Ausflügen und Sightseeing-Tours. Er freute sich darüber. Obwohl ich schon in vielen Hostels war, war das das erste mal, dass ich mit jemand Fremden was unternahm. Ich kannte vorher nur 2 Hostel-Besucher-Typen: welche die nur an "Party, Party, Party" interessiert sind und solche, die nur wegen des billigen Preises in Hostels übernachten.

Krakau, Teil 2

Highlights? Welche sind das in Krakau? Da wird wohl jedem der Wawel einfallen. Da war ich auch mit dem Chinesen drin. Ich war jedoch überrascht, dass der Wawel nicht so prachtvoll ist wie andere berühmte Schlösser. Nun, das liegt wohl daran, dass der Wawel nicht immer bewohnt war. Zumindest habe ich das bei der Führung so verstanden.
Wer durch die Drachenhöhle raus geht, wird beim Drachen ankommen. Auch der ist ein Wahrzeichen, zu dem es auch eine interessante Geschichte gibt...

Ansonsten gibt es noch ein paar Museen. Dummerweise war das wichtigste wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Das Collegius  Maius kann man ohne Anmeldung nicht besuchen und der Barbican hatte an meinem letzten Tag schon ab 13 Uhr zu. Viel habe ich also nicht von innen gesehen. Aber von oben, den auf den Turm im Zentrum kann man raufsteigen. Leider kann man von dort oben aber nur durch 3 Fenster runter schauen. Am schönsten waren letztenendlich die vielen Kirchen. Zu guter letzt wäre dann noch das jüdische Viertel erwähnenswert. 
Ganz wichtig sind natürlich auch die Restaurants. Einige habe ich getestet und alle für Spitze befunden! Meistens habe ich übrigens Piroggen gegessen. Die sind einfach lecker und günstig. Auch in der (einzigen) Brauerei war ich sogar...

Salzmine Wieliczka

Ein Ausflug zur Salzmine Wieliczka kostet 100 Zloty. Wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hin fährt, wird man billiger davon kommen. Statt mit dem Zug fuhr ich wieder mit dem Bus hin. Der Eintritt kostete 65 Zloty.
Ich hatte zwar ne deutsche Führung gebucht, aber daraus wurde nichts. Die Führung startete ohne mich, da ich bei den Menschenmengen dort den richtigen Zeitpunkt verpasste. Das wäre mir bei dem organisierten Ausflug nicht passiert... Nun ja, so nahm ich zusammen mit dem Chinesen an der nächsten englischen Führung teil.

Die Salzmine ist echt groß und beeindruckend. Die einzige Enttäuschung bestand darin, dass die Räume nicht so stark ausgeleuchtet sind wie auf den Postkarten. Weiterhin bekommt man auch nicht alles zu sehen (also z.B. die Seen von oben).
Zwerge, Salzskulpturen, Kirche und Kantine sind einige der Dinge, die es dort unten gibt. Zu den Skulpturen, die aus Salz gemeißelt wurden, gehört z.B. der Papst oder auch von Goethe. Ja, es ist schon erstauntlich, wo von Goethe schon überall war... Die Salzmine ist übrigens schon seit langem eine Touristen-Mine. Heutzutage wird dort kein Salz mehr gefördert...
Heute ist Wieliczka angeblich der am häufigsten besuchte Touristenort Polens. Die Salzmine Wieliczka wurde 1978 in die Liste des Weltkulturerbes von der UNESCO eingetragen. Zu Recht!

Diese und weitere Fotos findet man bei Opens external link in new windowPicasa-Web.